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Goldstrand

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Goldstrand 


von Katerina Poladjan

Es ist jetzt schon einer meiner 2-4 Lieblingsromane unter den Neuerscheinungen im Frühjahr 2026! 

Kluge, humorvolle Unterhaltung! Wie selten ist das? Und dann noch mit soviel Anspielungen, Gedanken zu wichtigen Filmszenen und der Geschichte des Kinos.
Zur Handlung gibt es wenig zu sagen, vielleicht ist das das Geheimrezept. Es ist die Geschichte eines Regisseurs, 60 Jahre alt, der sich in und zwischen den Sitzungen bei seiner Therapeutin alle möglichen Gedanken über sein bisheriges und zukünftiges Leben, sein Schaffenswerk und neue Ideen für Filme macht. Teils real, teils surreal taucht man zusammen mit ihm ein in die unterschiedlichsten Ideen. Es überwiegt das Heitere aber immer mit einen ironischen Unterton. Die Autorin webt neben klassischem Kino noir Stoff, auch viel europäische Geschichte in ihr Werk: Goldstrand, Bulgarien, 68erJahre, Generationen- und Familienkonflikte zwischen Tradition und Aufbruch etc. - das alles hat auch noch in diesem recht schmalen Buch, Platz. Hut ab!
Der Titel ist nomniert für den Leipziger Buchpreis 2026.

Verlagsbeschreibung, Inhalt:
An der bulgarischen Schwarzmeerküste entsteht in den 1950er Jahren ein Ferienort: Goldstrand, geplant als Platz an der Sonne für alle. Auf der Baustelle wird Eli gezeugt. Sechzig Jahre später hat er seine größten Erfolge als Filmregisseur längst gefeiert und liegt auf der Couch seiner Dottoressa in Rom. Er mutmaßt und fabuliert seine Familiengeschichte, die durch ein ganzes Jahrhundert und quer über den europäischen Kontinent führt, von Odessa über Konstantinopel und Warna in Bulgarien bis nach Rom. 
Eine baufällige Villa in Rom, eine rätselhafte Dottoressa, ein Mann auf der Couch erzählt um sein Leben: In ihrem neuen Roman »Goldstrand« fügt Katerina Poladjan Splitter des alten Europas zu einem heiter-melancholischen Bild der Gegenwart

S. Fischer, 2025, 160 S., 22 Euro

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