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Schnell leben
von Brigitte Giraud, übersetzt von Michael Kleeberg
Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt. »Ein bewegendes Buch.« (Elke Heidenreich)
Der autobiografische Roman ist ein Liebesroman, auch wenn oder weil die Autorin, hier über den Unfalltod ihres Mannes Claude 1999 schreibt. Man könnte meinen, kein Sommer- Urlaubsbuch, doch es ist so meisterhaft dicht geschreiben und entwickelt einen unwiderstehlichen Sog, der bis zum Ende anhält, dass ich ihn trotzdem hier empfehlen möchte. Der Autor Michael Kleeberg hat den Roman ins Deutsche übersetzt, auch das trägt wesentlich zur Qualität der deutschen Ausgabe bei.
Verlagsbeschreibung, Inhalt:
Vor zwanzig Jahren hat Brigitte Giraud den Mann ihres Lebens, Claude, bei einem Motorradunfall verloren. Drei Tage später ist sie mit ihrem kleinen Sohn in das neue Haus, das sie zusammen mit Claude gekauft hat und in dem er nun niemals wohnen wird, gezogen. Wer die Schuld an dem Unfall trägt, bleibt unaufgeklärt, ihre Fragen unbeantwortet. Als sie zwanzig Jahre später gezwungen ist, das Haus zu verkaufen, das dem Erdboden gleichgemacht werden wird, fühlt es sich für sie an, als würde sie Claudes Seele verkaufen. Der Moment ist gekommen, sich ihrer Vergangenheit zuzuwenden. Erstmals traut sie sich, sich dem »Was wäre gewesen, wenn« zu stellen. Girauds intime Suche umkreist universelle Fragen: »Was im Leben löst die Katastrophe aus? Existiert das Schicksal?« Schnell leben ist eine Liebesgeschichte, eine Erzählung über Schuld, ohne Schuldige zu benennen, ein Porträt der Abwesenheit.
Erscheinungsdatum: als Taschenbuch 05.03.2026
FVA, 224 Seiten, Softcover, EUR 14.--
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