 |
Worlds End
von T.C. Boyle
Dieser "frühe" T.C. Boyle hat es mir angetan. Worlds End habe ich vor ca. 35 Jahren gelesen und ich erinnere mich noch heute an das tiefe Eintauchen - und nicht wieder Auftauchenwollens - in und aus dieser fulminaten Geschichte Amerikas. Lange Zeit war es ruhig um seine Klassiker, bis vor ca. 10 Jahren der Titel "Wassermusik" aus derselben Schaffensperiode wie "World's End" neu aufgelegt wurd. Für alle, die den Roman noch nicht kennen, oder wieder einmal lesen wollen.
Handlung:
An seinem 22. Geburtstag wird Walter Van Brunt von den Geistern der Vergangenheit heimgesucht. In der Nacht rast er – betrunken und high – mit dem Motorrad gegen eine Gedenktafel. Sie erinnert an ein Ereignis, das weit zurückliegt, aber direkt mit Walter verknüpft ist. Von da an macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit über seinen verstorbenen Vater: Truman Van Brunt hatte zwanzig Jahre zuvor, während der berüchtigten Unruhen von Peterskill, die Seiten gewechselt und damit nicht nur seine Frau in den Tod getrieben, sondern auch die Familie zerstört. Doch Walters Geschichte reicht noch tiefer – sie ist Teil eines Kreislaufs aus Verrat und gebrochener Loyalität, der sich schon Generationen zuvor abgespielt hat. Getrieben von denselben Geistern wie seine Vorfahren, stolpert Walter schließlich in sein eigenes Schicksal – und zahlt bitter für den Verrat. Mit düsterer Fantasie, schwarzem Humor und einem Gespür für das Überwirkliche zeichnet Boyle eine dunkle, schonungslose Lesart der amerikanischen Geschichte.
Erscheinungsdatum: 17.02.2026
Hanser Taschenbuch, 624 Seiten, EUR 16.--
|