Real Americans
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Real Americans
Meine Meinung: Durchhalten ist angesagt! Die Liebesgeschichte von Matthew und Lily plätschert die ersten 100 Seiten so vor sich hin. Wenn nicht der Prolog gewesen wäre, und dezent gesetzte Andeutungen Hoffnung auf mehr, vor allem Tiefe, gemacht hätten, dann hätte ich wohl abgebrochen. Doch man ahnt, dass die Story doch noch zu diskussionswürdigen Thesen gelangt. Und dem ist dann auch so. Nur kurz: es geht um ethische Fragen, Fragen der Persönlichkeit, individueller Entwicklung, Gentechnik und -manipulation. Auch um täglichen Rassissmus und Diskriminierung, bei der Frage, wer sich den als "Real American" bezeichnen "darf". Es gibt dann noch Rückblicke ins Jahr 1966, nach China, Zeit der Großen Kulturrevolution, von dort sind, wie viele andere, auch die Eltern der Protagonisten in die USA geflohen. Auch einen Ausblick in die nahe Zukunft. Also insgesamt, ganz gut zu lesen. Erscheinungsdatum: 12.02.2026 Verlag: Kiepenheuer&Witsch, 528 Seiten, gebunden, EUR 24.-- |
