Balagan
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Balagan
Zwei Seiten, zwei Wahrheiten im derzeitigen Krieg Israels gegen die radikal-islamistische Hamas. Ein Krieg der nach dem furchtbaren Attentat in der Negev-Wüste begann und die Welt seither in unversöhnliche Lager spaltet. Zwei extreme Meinungen: Krieg gegen die Hamas als legitime Verteidigung, Verfolgung und Auslöschung der Strukturen der Hamas durch Israel um weitere Terroranschläge zu verhindern, oder Krieg gegen palästinensiche Zivilisten mit dem Ziel der Vertreibung und Landeroberung. Letztere Meinung bietet dem Antisemitismus, auch hier in Deutschland wieder Nahrung. Genau diese Konflikte werden auch in die Familie der Protagonistin Amira hineingetragen, vor allem, da diese, in der Kunstszene beheimatet, in Ostberlin lebt. Als es dann auch noch um die Frage jüdischen Reichtums, Beutekunst ja oder nein geht, kommen alte Voruteile wieder zum Vorschein. Verlagsbeschreibung, Inhalt: Eine Frau kämpft um ihr Erbe – und um das ihrer jüdischen Familie Altes Zeug, im besten Fall ein Erinnerungsstück – mehr erwartet Amira nicht, als sie die Tür zum Lagerraum ihres verstorbenen Großvaters in Berlin-Moabit aufstößt. Aber dann steht sie vor der seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen geglaubten Kunstsammlung ihrer jüdischen Familie. »WTF!«, denkt Amira und macht erstmal eine Insta-Story. Und jetzt? Soll Amira die Kunstwerke einem Museum schenken oder an einen Oligarchen verkaufen? Darf sie sie einfach behalten? Und können alle, die ihr da reinquatschen wollen, bitte mal still sein! Als Zweifel aufkommen, ob die Sammlung auf legalem Weg zu ihrem Großvater zurückgelangte, muss plötzlich Amira sich rechtfertigen. Rasant und höchst aktuell, ein Roman von Berlin bis Tel Aviv: Mirna Funk, eine der mutigsten und unkonventionellsten jüdischen Stimmen Deutschlands, erzählt von Recht und Unrecht in der Kunstwelt, von Gier und Neid in Familien und von der schwierigen Suche einer jungen Frau nach Bodenhaftung in einer Welt, die aus den Fugen ist. |
