 |
Frau im Mond
von Pierre Jarawan
Nominiert für den SPIEGEL Buchpreis 2025. Eine tragikomische Familiengeschichte zwischen Kanada und dem Nahen Osten.
Der Autor hat libanesische Wurzeln, Vater Libanese, Mutter Deutsche. Er kam im Alter von drei Jahren nach Deutschland, wuchs in Kirchheim unter Teck auf, lebt heute in München.
Beschreibung, Inhalt:
Es ist die Geschichte der Zwillinge Lilit und Lena, die in Kanada geboren werden, deren Vorfahren aber aus dem Libanon stammen. Der Autor verknüpft diese interesante und auch humorvolle Familiengeschichte mit historischen und politischen Ereignissen im Libanon. Dazu gehört die Geschichte der libanesischen Raumfahrt. In den frühen 1960er Jahren gründeten Studenten die Lebanese Rocket Societ und am 4. August 1966, erreicht eine der Raketen, die Cedar 8, tatsächlich den Weltraum. Für den Libanon mit seiner in viele Religionsgruppen zersplitterten und tief gespaltenen Gesellschaft ist dies ein seltener Moment kollektiven Träumens.
Das zweite Ereignis ist die riesige Explosion im Beiruter Hafen am 4. August 2020, als falsch gelagerte 2750 Tonnen Ammoniumnitrat explodieren. Die libanesische Metropole wird dadurch großflächig zerstört. Bis heute wird die Aufklärung der Umstände dieses verheerenden Unglücks systematisch unterdrückt. Die Explosion hat den Aufstand der von jahrzehntelanger kleptokratischer Politik enttäuschten Menschen weit zurückgeworfen und den wirtschaftlichen Abschwung des Landes beschleunigt.
Das alles verwebt der Autor in eine gut lesbare, interessante Geschichte.
Erscheinungsdatum als Tachenbuch 29.05.2026
Piper Verlag Broschur, 496 Seiten, EUR 14.--
|