Die Lücken
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Die Lücken
Eine Meisterleistung! Die Autorin lässt so viele Personen, Zeitstränge und Handlungsepisoden schnell wechselnd auf- und wieder abtreten, sie Spielt diese wie Marionetten, hält die Fäden zwar fest in der Hand, spielt aber mit ihnen und so, dass es beim Lesen weder langweilig noch verwirrend wird. Die Neuerfindung des Heimatromans. Facettenrreiche deutsche Geschichte(n) was für eine Leistung einer so jungen Autorin! "Dieser Roman ist wie ein magischer Knäuel aus Zeiten und Figuren, die Shida Bazyar so klug, so raffiniert übereinanderlegt und ineinander verwickelt, bis wir alas Lesende mittendrin secken; er stell Fragen an uns in einer Sprache, die schwindelig macht, zutierfst zerschmettert und glücklich gleichermaßen." (Lena Gorelik) Verlagsbeschreibung, Inhalt: Nach ihren gefeierten Romanen über Exil und postmigrantische Gegenwart legt Shida Bazyar eine literarische Archäologie der Heimat vor. In einer präzisen Tiefenbohrung der Provinz stellt sie die radikale Frage: Auf welchen Fundamenten bauen wir unsere Heimat? Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre Vergangenheit aktiv verschweigt und zugleich zum Zufluchtsort für diejenigen wird, die hier Geborgenheit suchen. Der Roman führt uns durch die Jahre und die Köpfe derer, die das Dorf prägten: von jüdischen Familien, die alles verloren, über NS-Profiteure, die sich als unschuldige Mitläufer neu erfanden, bis hin zu den Familien Sharifi und Karimpour, die Jahrzehnte später aus dem Iran flüchten. Shida Bazyar gelingt ein virtuoses Erzählmosaik über die Last der Geschichte, die Lüge des Neubeginns und den Wunsch, endlich eine Heimat zu finden. |
