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Memories of Heidelberg
von Heinz Strunk
Ein schonungsloser Blick hinter die Kulissen einer Ehe, die sich erschöpft hat.
Eine Woche Urlaub in einem romantischen Hotel, und dann auch noch in Heidelberg, das setzt doch schon voraus, dass alles schön, alles gut ist, sein muss, schließlich hat man auch viel Geld dafür bezahlt.
Die Geschichte saucht einen ein, man würde zu gerne in Szenen eingreifen, denn, das alles in einem riesengroßen Unglück enden wird, hat man klar vor Augen. Das Buch ist trotzdem bzw. gerade deswegen genial, weil es Heinz Strunk versteht, durch Übertreibung, groteske Überziehungen, zwischenmenschliche Beziehungen meisterhaft zu sezieren. Das muss man sich beim Lesen auch immer wieder vor Augen halten, ansonsten braucht man ein Beissholz um nicht laut aufzustöhnen: Zu gerne würde man in Szenen eingreifen, um die Leute, insbesondere die Ehefrau Isolde, zu schütteln.
Verlagsbeschreibung, Inhalt:
Ein Buch zur Ferienzeit – so schrecklich komisch wie Ein Sommer in Niendorf
Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in Heidelberg mal einen richtig schönen Kurzurlaub gönnen. Vielleicht vertreibt das ja auch den seelischen Smog über dem Eheleben. Das Boutiquehotel ist für das viele Geld gar nicht so toll; dafür haben die beiden gleich einen neuen Stamm-Italiener ausgemacht. Das Restaurant voller Flair befindet sich auf einem alten Flussschiff im Neckar.
Während die Ehe der beiden im Verlauf einer Woche zusehends aus der Form gerät, wird auch der abendliche Gang auf das Restaurantschiff immer mehr zur Enttäuschung, zur Strafe, zur Höllenqual. Das Teuflische bricht mit verheerender Macht in den Alltag, am Ende steht eine Katastrophe – und das alles zum Schlager-Oldie Memories of Heidelberg in Dauerschleife.
Rowohlt Verlag, gebundene Ausgabe, 176 Seiten, EUR 23.--
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