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Der Eisdrache
von Troon Harrison und Andrea Offermann
Ein Märchen beruhend auf: Wenn die Eisdrachen davonfliegen, nehmen sie den Winter mit sich fort, der Frühling kann kommen.
Eine Familie wartet in ihrem Haus, das von Eis und Schnee umgeben ist, vergeblich auf das Ende des Winters, die Schneeschmelze und den Beginn des Frühjahrs. Auch die Hauptprotagonisten sehnt sich den Frühling herbei, denn der Familie gehen die Nahrungsvorräte und das Brennhoz aus. Doch als sie das Haus verläßt, um etwas zu jagen, erkennt sie die Ursache: ein Eisdrache hat sich auf dem Dach niedergelassen und kann, weil er verletzt ist, das Haus und den Winter nicht freigeben. Zunächst blockt das Mädchen alle Hilferufe ab, schließlich ist der Drache Schuld an ihrer mißlichen Lage. Doch als es ihrer Familie immer schlechter geht und das Haus einfriert, steigt sie durch den Kamin hinauf zum Drachen. Einfallsreich holt sie die anderen Eisdrachen zu Hilfe und gemeinsam gelingt es ihnen, den Drachen wieder zum Fliegen zu verhelfen.
Der Text ist knapp, die Bilder sprechen jedoch für sich. Und was für welche Bilder. Schon das titelbild mit dem wortwörtlich haargenau gezeichneten Drachen, macht Lust darauf in das Buch und die Geschichte einzutauchen.
Ein Buch das Kinder ab 5 Jahren gefallen wird, Erwachsenen sowieso aufgrund der Illustration. Troon Harrisons poetische Sprachbilder und Andrea Offermanns stimmungsvolle Farbkompositionen verzaubern.
Nilpferd iim Residenz Verlag, 56 S., EUR 14,90
Nominiert für den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2014
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