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Romane F18

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Die Ermordung des Commendatore Band 1 und 2


von Haruki Murakami

1. Eine Idee erscheint

2. Eiine Metapher wandelt sich


Wieder ein genialer Murakami! Meiner Meinung nach der Beste seit IQ1984 und Mister Anziehvogel.

Im Mittelpunkt ein Maler, der sich in ein abgelegenes Haus zurückzieht. Dort wird er konfrontiert mit den Hinterlassenschaften eines alten japanischen Künstlers, der sowohl von japanischer traditioneller Kunst, als auch europäischer Musik, bzw. Oper, fasziniert war, und eines seltsamen, reichen Nachbarns, der ebenso zurückgezogen auf dem nächsten Hügel wohnt. Außerdem spielt noch ein alter buddhistischer Mythos eine Rolle, die den Roman um ein fantastisches Element bereichert. Aber mehr darf man eigentlich nicht verraten. Also unbedingt lesen! Ein weiteres Plus: der zweite Band erschien nur kurze Zeit später, so dass dem ununterbrochenen Lesevergnügen nun nichts mehr im Wege steht. Denn der erste Band endet doch sehr abrupt.

Verlagstext:

Allein reist der namenlose Erzähler und Maler ziellos durch Japan. Schließlich zieht er sich in ein abgelegenes Haus, das einem berühmten Künstler gehört, zurück. Eines Tages erhält er ein äußerst lukratives Angebot. Er soll das Porträt eines reichen Mannes anfertigen. Nach einigem Zögern nimmt er an, und Wataru Menshiki sitzt ihm fortan Modell. Doch der Ich-Erzähler findet nicht zu seiner alten Fertigkeit zurück. Das, was Menshiki ausmacht, kann er nicht erfassen. Wer ist dieser Mann, dessen Bildnis er keine Tiefe verleihen kann?
Durch einen Zufall entdeckt der junge Maler auf dem Dachboden ein meisterhaftes Gemälde. Es trägt den Titel ›Die Ermordung des Commendatore‹. Er ist wie besessen von dem Bild, mit dessen Auffinden zunehmend merkwürdige Dinge um ihn herum geschehen, so als würde sich eine andere Welt öffnen. Mit wem könnte er darüber reden? Da ist keiner außer Menshiki, den er kennt. Soll er sich ihm wirklich anvertrauen? Als er es tut, erkennt der Ich-Erzähler, dass Menshiki einen ungeahnten Einfluss auf sein Leben hat.

Die deutsche Gesamtauflage aller Murakami-Bücher beträgt über 6 Millionen Exemplare

»Einer der genialsten Erzähler der Welt!« DENIS SCHECK

DuMont Buchverlag, 480 S., gebunden mit Folienumschlag und Lesebändchen, die erste Auflage hat einen Farbschnitt, EUR 26.-

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Olga


von Bernhard Schlink

Ganz große Empfehlung!

Allen, denen die ich letztes Jahr "Benedict Wells: Vom Ende der Einsamkeit" empfohlen haben, und die seitdem meine Begeisterung für diesen Roman teilen, empfehle ich dieses Jahr diesen Roman!

Im Fokus meines Lieblingsbuches Frühjahr 2018 (o.k.neben Murakamis Commendatore) steht eine Frau, Olga,, und die Geschichte der Kriege (Kriege der Männer) vom Kaiserreich bis in die heutige Zeit.


Verlagstext:

...Eine Geschichte der Liebe einer Frau, die gegen "die Vorurteile ihrer Zeit kämpft, und einem Mann, der sich mit afrikanischen und arktischen Eskapaden an die Träume seiner Zeit von Größe und Macht verliert. Erst im Scheitern wird er mit der Realität konfrontiert – wie viele seines Volks und seiner Zeit. Die Frau bleibt ihm ihr Leben lang verbunden, in Gedanken, Briefen und einem großen Aufbegehren".
Kritisiert wird gelegentlich die minimalistische Sprache und die reduzierte Handlung auf das Notwendigste, das viele, das zwischen den Zeilen unausgesprochen steht... da bin ich anderer Meinung, gerade dieser Stil fasziniert. Aber jedem seine Meinung!

Diogenes, 320 S., Hardcover Leinen, 24 EUR

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Patria


von Fernando Aramburu

Wichtiges Buch, erfordert jedoch Geduld und Verständnis für die, für viele spanische Romanciers typische Erzählweise. Ein politischer Mord, der von allen Seiten und allen Beteiligten beleuchtet wird und dadurch einen faszinierenden Einblick in die baskische Geschichte und Mentalität und die ETA bietet. Ein Bestseller in Spanien, monatelang auf Platz 1 der Bestsellerliste, "ein epochemachender Roman über Schuld und Vergebung, Freundschaft und Liebe, der zeigt, wie Terrorismus den inneren Kern einer Gemeinschaft angreift und wie lange es dauert, bis die Menschen wieder zueinander finden".


Verlagstext:

„Patria“ heißt Vaterland, Heimat. Aber was ist Heimat? Die beiden Frauen und ihre Familie, um die es in Fernando Aramburus von der Kritik gefeierten und mit den größten spanischen Literaturpreisen ausgezeichneten Roman geht, sehen ihre Heimat mit verschiedenen Augen.

Bittori sitzt am Grab ihres Mannes Txato, der vor über zwanzig Jahren von Terroristen erschossen wurde. Sie erzählt ihm, dass sie beschlossen hat, in das Haus, in dem sie wohnten, zurückzukehren. Denn sie will herausfinden, was damals wirklich geschehen ist, und wieder unter denen leben, die einst schweigend zugesehen hatten, wie ihre Familie ausgegrenzt wurde. Das Auftauchen von Bittori beendet schlagartig die vermeintliche Ruhe im Dorf. Vor allem die Nachbarin Miren, damals ihre beste Freundin, heute Mutter eines Sohnes, der als Terrorist in Haft sitzt, zeigt sich alarmiert. Dass Mirens Sohn etwas mit dem Tod ihres Mannes zu tun hat, ist Bittoris schlimmste Befürchtung. Die beiden Frauen gehen sich aus dem Weg, doch irgendwann lässt sich die lange erwartete Begegnung nicht mehr vermeiden...

Rowohlt, 768 S., gebunden EUR 25,00

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Die Maske


von Fuminori Nakamura
Aus dem Japanischen von Thomas Eggenberg

Das Böse. Das Thema des Autors auch in diesem Roman. Ich habe schon den Vorgänger "Der Dieb" gerne gelesen. Im neuen Roman spielt die Familie und deren kriminelle Machenschaften die von einem oder mehreren Mitgliedern des Clans weitergetragen werden müssen, eine noch größere Rolle.
Der jüngste Sproß einer mächtigen Familie, Fumihiro, die Hauptperson, wird im späten Alter des Vaters noch gezeugt, er soll den Part des Bösen in der Familie ausfüllen. Er soll Zerstörung und Unglück verbreiten und wird vom Vater systematisch dazu erzogen. Doch Fumihiro lässt sich nicht widerstandslos in diese Rolle drängen, denn er hat, gänzlich ungeeignet für die Rolle, ein Gewissen und er ist erfüllt von Liebe. Doch auch er wird schuldig und muss sich seinen widerstrebenden Gefühlen stellen.

Verstörend, aber gut!

Diogenes Verlag, 352 S., gebunden Leinen, EUR 24.-

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Der große Plan


Denglers neunter Fall

von Wolfgang Schorlau

Die Spur des großen Geldes – Dengler deckt die Machenschaften der Euro-Rettung auf.


Verlagstext:

Georg Dengler droht an seinem bisher größten Fall, dem neunten in Wolfgang Schorlaus Bestseller-Krimiserie, zu scheitern: Wer hat die EU-Beamtin Anna Hartmann entführt? Was hatte sie mit der sogenannten Griechenlandrettung zu tun? Und vor allem: Wo sind die Milliarden europäischer Steuergelder wirklich gelandet?

Endlich, die mageren Jahre sind vorbei! So jedenfalls scheint es dem Stuttgarter Privatermittler Georg Dengler. Zum ersten Mal ergattert er einen wirklich gut bezahlten Auftrag: Das Berliner Auswärtige Amt will, dass er nach der Mitarbeiterin Anna Hartmann sucht. Ein Handyvideo legt nahe, dass sie entführt wurde. Mithilfe seiner technisch versierten Freundin Olga gelingt es Dengler, vier verdächtige Männer zu identifizieren. Bevor er sie befragen kann, werden sie allesamt ermordet. Gibt es einen Verräter im Auswärtigen Amt? Oder gibt Denglers neue Mitarbeiterin Petra Wolff Informationen an die Killer weiter? Denglers Ermittlungen enden in einer Sackgasse.

Die Entführte war als Beamtin an die Troika ausgeliehen worden, die Griechenland die Bedingungen der Eurogruppe diktiert hat. Liegt hier der Schlüssel für den Fall? Dengler nimmt einen neuen Anlauf und stößt auf das größte Geheimnis der sogenannten Griechenlandrettung: Auf welchen Konten sind die vielen Milliarden europäischer Steuergelder letztlich gelandet? Als Dengler die Namen der Personen und Institutionen ermittelt, die diese gewaltigen Summen kassiert haben, gerät er selbst ins Visier ...

KiWi-Paperback, 448 Seiten, Klappenbroschur, EUR 14,99

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Die Tyrannei des Schmetterlings


von  Frank Schätzing
Es wurde schon soviel über diese Neuerscheinung gesprochen, geschrieben, gesendet. Was soll man dazu noch sagen?
Ich schließe mich den Rezensentinnen und Rezensenten an, die abgeschreckt vom wortgewaltigen Sprachstil des neuen Romans von Schätzing waren/sind. Ich habe seitenweise die Beschreibungen von Urgewalten der Natur überblättert. Schon auf der ersten Seite beginnt es mit: "Wie schwarzblaue Planeten hängen die Regenfronten über den Bergen...Windgeister fegen durch einen postatomar gelben Himmel, Vorboten der baldigen Flut. Die Wasserplaneten rücken träge nach, verschlucken Horizonte und Blicke, saugen den Tag in sich auf, bis sie zu einem einzigen, alles umschließenden Schwarz verschmolzen sind...oder z.B. S. 213: "So intensiv und grundgereinigt, wie man es nur nach nächtlichen Regenstürzen zu Gesicht bekommt, wenn der Himmel sich ausgestülpt und entleert hat, bis nichts in der Schwebe bleibt als die Gedanken der in ihm Reisenden und Suchenden... und so weiter und so weiter.

Hinsichtlich des Inhalts ging es mir ähnlich. Was wie begreifbare, nachvollziehbare Handlung beginnt, zum einen in Afrika mysteriös, ein Militäreinsatz - zum anderen, im Haupterzählstrang in Kalifornien mit einem Mord an einer Wissenschaftlerin des dort angesiedelten High-Tech-Unternehmens, ufert schnell aus und man wird mitten in ein Science Fiction Abenteuer über künstliche Intelligenz und Parallel-Universen geschleudert. Einfach zu viel von allem. Aber das ist Geschmackssache.
Die  Intension einen Roman über "eines der brisantesten Themen unserer Zeit: künstliche Intelligenz" (so der Verlag) zu schreiben, passt , ist wichtig, diskussionswürdig, es mögen auch interessante Gedanken im Roman zu finden sein, aber diese gehen unter, werden von Sprachungetümern erschlagen oder von Actionszenen überdeckt. Vielleicht würde der Roman als Film besster funktioneren?!
Kiepenheuer&Witsch, 736 S., gebunden EUR 26.--

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Die Geschichte des Wassers


Roman von Maja Lunde

Der  zweite Teil des großen Klimaquartetts

Im selben Stil wie "Die Geschcihte der Bienen" geschrieben.

Man darf kein populärwissenschaftliches Werk zum Thema Klimawandel erwarten. Wie auch im ersten Teil der Klimaquadrologie "Geschichte der Bienen" geht es bei der "Geschichte des Wassers" um die Störung des ökologischen Gleichgewichts.

Wir erleben zusammen mit der Protagonistin Signe das Jahr 2017 und durch ihre Lebenserinnerungen wie alles 50 Jahre zuvor anfing, als die Nutzung der Wasserkraft durch eine unkritisch hinterfragte Technikgläubigkeit zu nicht wiedergutzumachenden Schäden im Ökosystem führte. Flüsse und Bäche wurden unterirdisch in Kanäle umgeleitet, Flussauen trockengelegt, Pflanzen und Tiere verloren ihren Lebensraum. Langfristig, das erzählt der zweite Handlungsstrang des Romans parallel, führten diese Maßnahmen in ganz Europa zu Trockenheit, Versiegen von Quellen, Versalzung der Böden. in der Folge zu kriegerischen Auseinandersetzungen um die knappe Ressource Wasser, und große Fluchtbewegungen innerhalb und außerhalb Europas. Dieses wird anhand der Geschichte von David und seiner Tochter, die wir 24 Jahre später begleiten, erzählt.

2017: Norwegen/Frankreich: Signe. Sie war schon als Kind zusammen mit ihrem Vater auf der Seite der Umweltschützer, während ihre Mutter und große Teile der Dorfbevölkerung nur den materiellen Nutzen der Ausbeutung des Fjords sahen. Nach Jahrzehnten kommt Signe zurück in ihre Heimat um auf eine neue, sehr paradoxe, umweltzerstörende Maßnahme aufmerksam zu machen. Das Gletschereis wird abgetragen, verkauft an reiche Wüstenstaaten, wo es in ist Cocktails mit Gletschereis zu trinken. Als Verantwortlichen macht Signe ihre Jugendliebe Magnus aus. Sie lädt einen Teil der Eislieferung an die Saudis auf ihr Boot um, mit dem Ziel es Magnus in seiner Villa in Frankreich vor die Füsse zu werfen. Eine anstrengende Atlantiküberquerung mit Sturm bringt sie an ihre körperlichen Grenzen, doch sie  schafft es bis an ihr Ziel.

2041: Frankreich: David und Lou. David ist mit seiner Tochter auf der Flucht, die brennende Stadt, in der er mit seiner Frau und zwei Kindern lebte muss er verlassen, seine Frau und sein zweites Kind verliert er bei der Flucht aus den Augen. In der Hoffnung am vereinbarten Zielort auf seine Frau zu treffen oder auf deren Eintreffen warten zu können, verbringen David und seine Tochter die Zeit im Lager mit vielen anderen Gestrandeten. Hoffnung und Träume halten sie am Leben, trotz immer neuer frustrierender Erlebnisse und Erkenntnisse. Vor allem der Fund eines Bootes und die Fantasien die damit verbunden sind,  die Hoffnung mit dem nächsten Regen mobil zu sein, stärken ihren Überlebenswillen. Man ahnt ab dem Fund des Bootes, wie sich die beiden Erzählstränge vverbinden werden.

Fazit: Dadurch, dass die Autorin die Handlung dieses zweiten Teiles ganz nach Europa, in die Erfahrungswelt einer großen Anzahl ihrer Leserinnen und Leser verlegt hat, ist dieses Buch noch gefälliger als der erste Teil. Auch gläubwürdiger und näher an dem, was von Menschen heute kurz- und mittelfristig als Folge des Raubbaus an der Natur, nachvollziehbar ist.

btb, 480 S., gebunden, EUR 20.-

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Libellenschwestern

 

von Lisa Wingate

Ein Familienroman angesiedelt in den 40er Jahren am Mississippi, im Mittelpunkt eine Familie von Flusszigeunern mit vielen Kindern, die jäh von ihren Eltern getrennt werden und deren Geschichte erst nach 70 Jahren ans Tageslicht kommt.

Avery Stafford, Anwältin und Senatorentochter trifft in unserer Zeit in einem Altersheim auf die 90jährige May. Es scheint zwischen der alten Dame und Avery eine Verbindung zu geben, die etwas mit deren Großmutter zu tun hat, festgemacht wird dies an der Herkunft des Familienschmuckes den Avery trägt, einem Libellenarmband. Doch wo ist die Verbindung?

In Rückblicken erfährt man die Geschichte der alten Damen und wird Zeuge eines historisch belegten, dunklen Kapitels in der Geschichte von Memphis, Tennesse. Nebenhandlungen im damals und heute ergänzen und reichern die Geschichte an.

Die Autorin erzählt einfühlsam, trotzdem an keiner Stelle schwülstig, die Geschichte der Fluss-Schwestern. Die Geschichte ist sprachlich und handlungstechnisch so ausgefeilt, dass es auch Leserinnen begeistern wird, die sich ansonsten von der Thematik und Dramatik solcher Familien- und Generationengeschichten - z.B. ich - nicht angesprochen fühlen.

Deshalb Empfehlung!

Limes Verlag, 480 S., EUR 22.--

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Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie


von Rachel Joyce


Der neue Roman der Autorin des Weltbestsellers "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry", hür alle die Musik lieben, Ihren Einzelhändler im Viertel nicht vermissen wollen, und für die zum Liebesroman auch eine kleine Prise Kitsch gehören darf.

Verlagsbeschreibung:
Mister Frank hat eine besondere Gabe: Er spürt, welche Musik die Menschen brauchen, um glücklich zu werden. In Franks Plattenladen in einer vergessenen Ecke der Stadt treffen sich Nachbarn, Kunden und die anderen Ladenbesitzer der Straße und hören Klassik und Jazz, Pop und Punk. Keiner weiß, wie lange sie hier noch überleben können. Da taucht eines Tages die Frau in Grün vor Franks Schaufenster auf. Sosehr er sich auch bemüht, Frank kann einfach nicht hören, welche Musik in ihr klingt ...

»Wenn Sie Worte lieben, wenn Sie Musik lieben, wenn Sie irgendetwas lieben, dann müssen Sie diesen Roman lesen!« Book Page

»Rachel Joyce trifft jeden Ton: ein Tribut an Freundschaft, Liebe und die Kraft von großartigen Songs.« Washington Post

»Dieser Roman ist so wunderbar und tiefgründig wie die Musik, die jede Seite davon durchdringt.« The Boston Globe

Fischer Krüger, 384 S., gebunden EUR 19,99

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Der Augenblick der Zeit


von Stephanie Schuster

Ein Künstlerroman, der zur Schaffenszeit von Leonardo da Vinci und der Kunstwelt der Gegenwart spielt.

In heutiger Zeit: Ina Kosmos hat vor langer Zeit das Malen aufgegeben und arbeitet als Galeristen und im Museum. Sie ist Expertin für Farben. Sie steht an einem Wendepunkt, da ihre Partnerin die gemeinsame Galerie gezwungen ist aufzugeben. Auf einer Kunstauktion verliebt sie sich in ein Frauenporträt, das sehr an Leonardo da Vinci erinnert.  Sie wird überboten, setzt aber fortan alles daran, das Bild zu finden und Leonardos Urheberschaft zu beweisen.

Im zweiten Erzählstrang, fünfhundert Jahre früher, taucht man in der Person von Georg Tannstetter, Sterndeuter und angehender Leibarzt des Kaisers Maximilian I., in die Welt des Mailänder Hofes ein. Zu dieser Zeit ist Leonardo da Vinci Hofkünstler. Die Entstehung des Bildes das Jahrzehnte später Ina so fasziniert ist in dieser Zeit entstanden. Doch auch Tannstetter, wie in der Jetztzeit Ina, steht vor Rätseln bezüglich des Porträts. Einige Geheimnisse werden im Laufe der Handlung aufgedeckt, andere bleiben im Dunkeln.

Insgesamt, ein guter historischer Roman, der viel Einblick in die Zeit bietet. Die Charakteren sind interessant gezeichnet, natürlich muss noch eine Beziehungsgeschichte und ein dramatisches Familienereignis miteingearbeitet werden. Beides rundet aber auch den Roman ab.

"Ein atmosphärischer, inspirierender, farbenprächtiger Roman über den Kosmos der schönen Künste und die Kraft der Kreativität" Der Verlag

Blessing, gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 352 S., EUR 22.-

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