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Echo Mountain

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Echo Mountain


von Lauren Wolk

Lauren Wolk ist Autorin, Schauspielerin und bildende Künstlerin. Ich war begeistert von Ihrem Buch: "Das Jahr in dem ich lügen lernte" und ihr neues Buch knüpft an diese existentiellen Fragen an. Auch wieder im Mittelpunkt ein mutiges Mädchen, dass über sich hinaus wachsen muss.

Inhalt:

Ellie mußte nach der großen Depression, (Great Depression 1929), in der viele Familien alles verloren, auch ihre, ihr Zuhause in der Stadt verkaufen und in die Berge von Montana ziehen. In einer selbstgebauten Hütte leben sie, wie andere Familien auch weitestgehend autark von der Hand in den Mund. Man hilft sich gegenseitig, aber selten uneigennützig.

Während Ellies Mutter und ihre ältere Schwester Esther sich nur mühsam an das schwere Leben anpassen können, lebt Ellie in und mit der Natur in Einklang, so schwer das Leben ist, kann sie ihm viel positives abgewinnen. Ihr starker Verbündeter ist ihr Vater, der ihr alles beibringt. Auch ihr kleiner Bruder Sam kann sich mit dem Leben in der Wildnis anfreunden.

Als ihr Vater durch einen umstürzenden Baum schwerverletzt wird, gibt sich Ellie die Schuld. Doch während ihre Mutter und ihre Schwester den ins Koma gefallenen Vater liebevoll und sanftmütig pflegen, kann sich Ellie nicht mit dieser Passivität abfinden. Sie muss einen Weg finden, ihren Vater wieder aufzuwecken. Es beginnt mit naiven Versuchen, die wenig erfolgversprechend sind und allein der Verzweiflung entspringen.

Bei ihren Streifzügen durch die Natur auf der Suche nach Inspiration für ihre Heilmittel, stößt sie auf die Hütte einer, von den Siedlern als Hexe bezeichneten, alten Frau, Cate, die verletzt im Bett liegt. Es beginnt eine Freundschaft und das Eintauchen Ellies in das Heilkräuterwissen von Cate. Auch ein Junge und komplizierte Familienverhältnisse und -ränke spielen eine Rolle.

Das Buch hält was es verspricht. Ich wurde nicht enttäuscht. Das Leben in Einklang mit der Natur, regt zum Nachdenken an. Mit dem Mädchen Ellie hat die Autorin einen sehr starken, aber auch von vielen Widersprüchen geprägten, verletztlichen Charakter erschaffen. Großartig. Allerdings wurde das ökologische Bewußtsein irgendwann überstrapaziert z.B. Ellies Weinen, beim Ausbeuten der Bienen, da sie den Honig als Heilmittel benötigte, und die Trauer um die toten Bienen, die sterben mußten, weil sie sich durch Stiche gegen das Eindringen von Ellie gewehrt haben, das war mir dann doch noch eins zuviel obendrauf. Und auch, wie all die verschiedenen Menschen und ihre Schicksale geglättet werden und alle am Schluß zusammenfinden... aber es ist ein Buch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren das muss in die Bewertung mit einfließen.

Hanser, 384 S., gebunden EUR 17.-- als Taschenbuch EUR 13.--

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