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Labyrinth des Fauns

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Das Labyrinth des Fauns


von Cornelia Funke

Der Roman beruht auf dem Film "Pans Labyrinth" von Guillermo del Toro aus dem Jahr 2006.

Cornelia Funke und der Oscar-prämierte Filmemacher Guillermo del Toro lernten sich bei einem Anitmations-Projekt kennen und schätzen. Daraufhin entstand anhand der Notizbücher des Filmemachers zu seinem Film ein Romanprobekapitel. Das überzeugte del Toro so, dass er Cornelia Funke bat, seinen Film in einen Roman zu verwandeln. Darin mischen sich nun Fantasy und historische Gegenwart. Die Grenzen zwischen den erzählten Welten sind fließend – märchenhaft scheint die eine, brutal ist die andere.

Handlung:

Hintergrund: 1944 – der spanische Bürgerkrieg (1936–1939), ist vorbei, doch der Widerstand gegen Franco lebt weiter.

Im Film und Buch spielt der franquistische Hauptmann Vidal, der sich mit seiner Truppe ein Hauptquartier in einer verlassenen Mühle eingerichtet hat, von der aus sie Partisanen nachstellen und vernichten eine wichtige Rolle. Vor kurzem hat er geheiratet, seine Frau Carmen ist schwanger und hat eine Tochter aus 1. Ehe, Ofelia, 11 Jahre alt. Sie ist die Hauptperson im weiteren Geschehen, die ins Fantastische gleitet. Inmitten ihrer oft brutalen Realität findet Ofelia ein steinernes Labyrinth, das zugleich ein Magisches Tor ist. In dieser Welt trifft sie auf Pan, bzw. den Faun, der in ihr die lang verschollene Prinzessin Moanna des Unterirdischen Königreiches erkennt. Ofelia ist offen und hat keine Angst vor Fabelwesen, sie stellt sie nicht in Frage. Der Faun erkennt sie daraufhin an, stellt ihr aber drei gefährliche Aufgaben, die sie bis Vollmond erfüllen muss, damit sie als unsterbliche Prinzessin wieder ihren Platz im unterirdischen Königreich einnehmen kann.

Das Nebeneinander zwischen dem unmenschlich brutalen Hauptmann Vidal und den Verbrechen der Franquisten, Folter und Grausamkeiten gegen die Zivilbevölkerung und die Partisanen, und der fantastischen Welt des steinernen Labyrinth, führt zu einer großen Zerissenheit des Mädchens, sie flüchtet sich in diese magische Welt.

Cornelia Funke war so fasziniert von dem Film und dem Regisseur, dass es ihr ein Bedürfnis war, die Idee in Buchform umzusetzten. Dies ist ihr gelungen, was natürlich auch heißt, dass das Buch genauso ambitioniert künstlerisch gestaltet ist, wie der Film. Gut, aber schwierig.

Fischer, 320 S., fantastische ganzseitige schwarz-weiß-Illustrationen, gebunden, EUR 20.-

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