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Hope

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Hope


von Peer Martin

Leider entspricht das Cover nicht der gut recherchierten, nah an der Realität erzählten Geschichte einer Flucht von Somalia über Lateinamerika, Südamerika nach Mexiko, die USA mit Ziel Kanada.

Nebenbei lernt man viel über die Füchtlingsrouten, die jeweiligen politischen Verhältnisse in den Ländern, durch die das ungleiche Paar durchzieht. Animiert dazu, sich tiefer mit diesem Thema zu beschäftigen. Das verkaufsfördernd gemeinte Cover und die Untertitel führen meiner Meinung nach in die Irre. Das Buch wird aufgrund der Ausstattung ins Auge fallen, aber ob es dann in die richtigen Hände kommt? Man kann es natürlich auch so sehen, dass ein wichtiges Thema so aufgemacht, weitere Verbreitung findet.

Zur Verlagsbeschreibung:
"Es gibt kein zurück. Du kommst an. Oder du stirbst." (Das ist der Untertitel den ich meinte)

Der 19-jährige Kanadier Mathis begleitet Hope, einen elf Jahre alten Somali, auf dessen abenteuerlicher Flucht quer durch Südamerika. Kaum gestartet, heften sich zwei zwielichtige Typen an ihre Fersen. Nicht die einzige Bedrohung, der sich Hope und Mathis unterwegs stellen müssen. Auf ihrem atemberaubenden Trip über den Amazonas, die Panamericana und auf dem Dach eines rasenden Güterzugs lauert der Tod überall. Mehr als einmal können sie ihm nur knapp entkommen. Werden die beiden es in die Freiheit schaffen?

Wichtiges Thema, gut geschrieben und kritisch: Schlepperbanden, Terrormilizen, Erpresser, Einwanderungspolitik und Rassismus in den USA..., der tägliche Kampf ums Überleben. Lesenswert, allerdings sollte die Altersempfehlung ab 16 Jahren eingehalten  werden, da die Gewalt, denen die Flüchtenden auf ihrem langen Weg ausgesetzt sind, realistisch geschildert wird.

Ab 16 Jahren

Dressler, 544 S., EUR 20.-