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Wie ich Einstein das Leben rettete

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Wie ich Einstein das Leben rettete

 

von Cornelia Franz

Zeitreiseromane sind wieder zurück! Das Genre, das Thema hat schon immer fasziniert. Was wäre, wenn man in die Vergangenheit reisen könnte, und dort mit dem Wissen von heute z.B. Unglücke verhindern könnte. Oder in die Zukunft, um zurück in der Gegenwart, die Weichen noch anders zu stellen.

Ich mag dieses Genre auch deshalb, weil es auf spannende Weise Kindern einen Einblick in vergangene Zeiten und das Einfühlen in das soziale Leben von Menschen in anderen Epochen ermöglicht und so historisches Wissen zwischen den Zeilen vermittelt.

Im Buch sind es drei Kinder, und sie reisen unfreiwillig über 100 Jahre zurück. Auch sie müsen ein Unglück verhindern, um wieder in die Gegenwart zurückkehren zu können.

Bei Emily, wir schreiben das Jahr 2020, ist es Mitterrnacht und sie wollte ihren 12. Geburtstag auf der Queen Mary II zusammen mit ihrem Vater feiern, als ihr plötzlich schwindelig wird und sie nach einer Ohnmacht an Deck wieder aufwacht. Aber es ist nicht die Queen Mary, auf der sie aufwacht, sondern sie befindet sich auf einem alten Dampfschiff im Jahr 1913. An Bord sind noch zwei weitere Kinder, die 2016 in eine Zeitschleife gerieten und seitdem versuchen, wieder in ihre Zeit zurückzukehren. Sie ahnen, wenn sie den Brand an Bord, der kurz vor Ankunft in New York ausbricht, verhindern können und in New York ankommen, dann könnte es den Bann brechen.

Achtung Spoiler:

Gemeinsam schaffen sie es und sie retten auch Albert Einstein das Leben, der mit an Bord der Imperator war. Die Autorin löst es, meines Erachtens zu unspektakulär und fast hastig, wie die Kinder, zurückkommen. Sie suchen Albert Einstein auf, Emily wird wieder schwindelig, und als sie aufwacht, ist sie wieder im Jahr 2020 und auf der Quen Mary II. Den Beweis, das sie das Ganze nicht geträumt hat, liefert ein Buch, das der Junge den sie an Bord der Imperator kennengelernt haben, geschrieben hat: "Wie ich Einstein das Leben rettete".  Wie gesagt, das Ende ist mir etwas zu dünn, aber ich kann den Roman, für Kinder ab 10 Jahren trotzdem empfehlen.

Erwähnenswert noch: viele der beschriebenen Einzelheiten, Fakten und Ereignisse haben so wirklich stattgefunden. Auch die verwendeten Zitate Einsteins. Im Anhang finden sich Erläuterungen hierzu. Die Ereignisse, v.a. das klassenbestimmte Leben an Bord der Imperator, vermittelt Kindern einen nachhaltigen Einblick über das Sozialgefüge der damaligen Zeit.

Der Verlag: "Eine spannende und abenteuerliche Zeitreise ins Jahr 1913, als viele Deutsche alles hinter sich ließen, um in der Fremde ein neues Leben zu beginnen"

Gerstenberg, 192 S., gebunden, illustriert EUR 14.--

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