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Geisterritter

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Geisterritter


von Cornelia Funke

Nachdem von Cornelia Funke im letzten Herbst ein Buch für eher ältere Leserinnen und Leser veröffentlicht wurde, folgt diesen Herbst ein Kinderbuch von ihr. Allerdings knüpft die aufwendige und hochwertige Gestaltung des Bandes die "Geisterritter" an die von "Reckless an". Große, aufwendig gestaltete, ganz- und doppelseitige Zeichnungen, sowie Vignetten die in Form von Bildern jeden Kapitalanfang begleiten und die schwere mattglänzende Papierqualität kommt Buchliebhabern entgegen. Man blättert es gerne durch. Allerdings, das liegt in der Natur der Sache bzw. des Themas, schränken die Darstellungen von "Geistern, Untoten und Wiedererstandenen" den Betrachterkreis auch ein. Soll heißen: nichts für Ängstliche!
Zum Inhalt:
Jon, ein 11-jähriger englischer Junge, wird von seiner Mutter und deren neuem Lebensgefährten in ein englisches Internat, nach Salisbury abgeschoben. Abgeschoben, so fühlt er sich und das Gefühl will auch nicht weichen, im Gegenteil es verstärkt sich, als er das Internat, die Schule und vor allem die alte Kathedrale des Ortes zum ersten Mal sieht. doch sein Heimweh sollte bald seine geringste Sorge sein, denn schon in seiner 2. Nacht erscheinen drei farblose Gestalten auf Pferden, die nichts Menschliches an sich haben im Hof des Internats die scheinbar nur er sehen kann. Der Alptraum war keiner und Jon gerät immer mehr in angst und Gefahr, denn die drei Gestalten verfolgen Jon und wollen seinen Tod. Demzugrunde liegt ein Mord, 500 Jahre vor unserer Zeit, ermordet wurde Jons Vorfahre und dessen Sohn von einer Bande die dafür gehenkt wurde. Diese spuken seitdem als Geister durch die Gegend um ihren Tod an den Nachfahren zu rächen. Alles sehr beunruhigend für Jon. Auch wenn seine neue Freundin Ella und deren geistererfahrene Großmutter Zelda ihm versichern, dass Geister, da ohne Materie, auch nicht töten können, aber auch das Gegenteil trifft zu: Menschen können den Spuk nicht beenden. Es hilft nur einen anderen Geist um Hilfe zu bitten. William Longspee, einen Ritter begraben in der Kathedrale in Salisbury. Gemeinsam mit diesem Ritter, Ella, ihrer Großmutter Zelda und deren Sohn kämpfen sie gegen die Geisterritter. Unglaubliche Erlebnisse, Geisterkampfhandlungen, geisterhafte Erscheinungen, menschliche Überraschungen, eine Liebe aus alten Zeiten und vieles mehr, so dass das Buch von Anfang bis Ende spannend ist.
Aber auch hier gilt., wie meine Bemerkung zu den Illustrationen, nichts für sanfte Gemüter. Eine tolle Geschichte zum Vorlesen, allerdings nicht als Einschlafgeschichte, ab 8 Jahren, zum Selbstlesen ab 10 Jahren.
Dressler Verlag, 252 S., EUR 16,95

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