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Malonia

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Das Lied von Malonia

 

von Catherine Banner 

Das "Lied von Malonia" ist anders als die vielen Parallelwelt Fantasy-Geschichten. Die Geschichte ist überaus raffiniert konstruiert. Die verschiedenen Ebenen verknüpft die Autorin durch ein Zauberbuch. Dies ist zwar nicht neu, sie setzt es aber auf eine ganz eigene Art und Weise als Kommunikationsmittel ein, um sowohl die verschiedenen zeitlichen und räumlichen Ebenen miteinander zu verbinden, als auch der Leserin und dem Leser die Zusammenhänge der verschiedenen Erzählstränge nahe zu bringen. Der Text fordert seine Leser, er ist gesellschaftskritisch, politisch, antimilitaristisch, tiefsinnig, traurig, voll großer Gefühle und trotzdem ein spannender Fantasy-Roman.

Dunkle Schatten liegen über Malonia, denn ein skrupelloser Tyrann beherrscht das Reich Malonia: viele Menschen leben in Armut, Seuchen überziehen das Land und es herrscht eine Militärdiktatur, die Jungs schon früh in Militärakademien auf ihr späteres Los als Soldaten und Staatsdiener vorbereiten soll. So auch Leo North und seinen Bruder. Doch die Beiden halten nichts von militärischem Thrill. Sie träumen von der Vergangenheit, ihrem verschwundenen Vater, versuchen zusammen mit einem Nachbarsmädchen aus dem Alltag auszubrechen und sich eine besser Zukunft auszumalen. Denn auch Mädchen haben es schwer in Malonia, für sie hält man nicht mal eine Schulbildung als wichtig. Doch dann findet Leo ein geheimnisvolles Buch. Es zeigt ihm als eine Art Zaubertafel jeden Tag neue Details über die Geschichte Malonias und die alte Prohezeiung....

Denn laut dieser Prophezeiung gibt es Hoffnung in Person des Prinzen Ryan, den rechtmäßigen Thronfolger, der nach der Ermordung seiner Eltern, ohne eine Spur zu hinterlassen, verschwunden ist. Leo findet in dem geheimnisvollen Buch Hinweise auf den Aufenhaltsort des Prinzen: England, das von seiner Heimat durch eine magische Pforte getrennt ist. Parallel wird nun die Vorgeschichte, die Geschichte von Leo North und seinem Bruder und die Geschichte des Prinzen erzählt, bis die sehr spannend verwirrten Fäden zusammengesponnen werden.

Großartige All-Age-Fantasy aus England: so gefühlvoll wie Jenny-Mai Nuyens NIJURA, so spannend wie Christopher Paolinis ERAGON – und so originell und jung wie die Autorin selbst (18 Jahre)!

Penhaligon, 480 S., geb., EUR 18,95

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