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Letzte Elf

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Der letzte Elf


Ein Märchen von Silvana De Mari

Man würde diesem Buch nicht gerecht werden, wenn man es einfach in das Genre „Neuerscheinungen Fantasy für Kinder“einordnen würde, denn es ist viel mehr als das. Ein Märchen, wie man es sich für Kinder wünscht und von denen es einfach zu wenige gibt. Die Haupt-figur, der Elf Yorsch, der in Wirklichkeit Yorschkrunsquarkljolnerstrink heißt und ein Drache erzählen uns von ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten. Die Autorin verleiht beiden so differenzierte, ausgearbeitete Charaktere, dass sie menschlicher wirken, als Menschen. Trotz ihrer Klugheit, ihrer Wärme sind beide nicht unfehlbar, haben ihre guten und schlechten Eigenschaften. Sie erleben höchste Freude und tiefste Verzweiflung. Sie verlieren geliebte Gefährten und gewinnen neue Freunde und sie sind Teil einer Prophezeiung, die sie zu erfüllen haben, ein Menschenmädchen und die Bewohner des Bezirkes Daligar, die unter einem grässlichen Despoten leiden, spielen dabei eine nicht unwesentliche Rolle.
Das Buch ist tiefsinnig, aber so dass es auch Kinder ab 10 Jahren verstehen können, witzig und zum Lachen an Stellen, an denen einen sonst die Traurigkeit und die Dunkelheit der frühmittelalterlich anmutenden Fronknechtschaft übermannen würde.

Bis zum Schluss darf mitgezittert werden, ob und wie Yorsch und seine Begleiter dem Despoten und seinen Schergen entkommen können. Außerdem erfährt man in diesem Buch sehr viel Neues über Elfen und Drachen. Oder habt ihr, haben Sie gewusst, dass Elfen überzeugte Vegetarier sind und Kleinstlebewesen wieder zum Leben erwecken können? Oder dass Drachen ihr Wissen von Generation zu Generation im Laufe von 13 Jahren Brutzeit direkt an das Nachgeborene im Ei übertragen?... Aber mehr wird nicht verraten.
Prädikat: absolut lesenswert! Vor allem für Kinder, aber auch gemeinsam mit Erwachsenen.

cbj, 368 S., geb., EUR 16,95

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