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Nathan und seine Kinder

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Nathan und seine Kinder

 

von Mirjam Pressler

Ein "alter" Stoff, dessen Thematik so aktuell ist wie vor 2000 Jahren, vor 200 Jahren, heute und für die Zukunft: Religiöse Toleranz

Nathan der Weise, Lessings Plädoyer für religiöse Toleranz, eines der meistgespielten deutschen Dramen, hat Mirjam Pressler hier neu erzählt. So kann es auch schon von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren verstanden werden.  Klug, weitsichtig und brillant erzählt sie den klassischen Stoff neu - provozierend zeitgemäß, aber nicht ohne Hoffnung für eine friedliche Koexistenz der Religionen.    

Jerusalem, zur Zeit der Kreuzzüge um 1192: Die Christen haben die Heilige Stadt an Sultan Saladin verloren. Von den gefangenen Kreuzfahrern begnadigt er nur einen einzigen: den jungen Tempelritter Curd von Stauffen. Die gute Tat zieht eine weitere nach sich: Der Tempelritter rettet das Mädchen Recha aus den Flammen ihres Hauses. Sie ist die Tochter des jüdischen Kaufmanns Nathan, den man den Weisen nennt. Während Recha und ihr Lebensretter, die Jüdin und der Christ, einander zunächst verkennen und verfehlen, braut sich über Nathans Kopf Unheil zusammen. Sultan Saladin befiehlt ihn zu sich und stellt ihm die schwierigste aller Fragen: Welche Religion ist die einzig wahre? Nathan antwortet mit dem berühmten Gleichnis von den drei Ringen – doch wird das den Sultan zufriedenstellen? Außerdem ahnt Nathan nicht, dass ihm inzwischen der christliche Patriarch von Jerusalem und ein moslemischer Hauptmann nach dem Leben trachten ...

 

Mirjam Pressler hält sich mit großen Respekt an Lessings Vorlage, doch in entscheidenden Dingen variiert sie, auch beim Schluss. Auch wählt Sie eine andere Erzählform, die des Romanes, sie erzählt in einer andere Tonlage, die verschiedenen Protagonisten kommen alle zu Wort und erzählen ihre Geschichte aus eigener Sicht, so werden die Menschen lebendiger und ihre Zeit vorstellbarer.  

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