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Bilderbücher Herbst 19

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Auf leisen Sohlen durch die Nacht


von Marie Dorléans. Ina Kronenberger (Übers.)


Ein wuuunnderschönes Bilderbuch über eine Familie, die einen Nachtspaziergang macht. Vorwiegend in Blautönen gehalten und im Großformat - ein Augenschmaus! Minimal Text, das Buch lebt von den Bildern.

Inhalt:

Eine Familie wandert los, um den Zauber einer Sommernacht zu erleben. Durch den duftenden Garten und das schlafende Dorf führt sie ihr Weg. Hier und da brennt noch Licht, Gerüche vermischen sich mit den sanften und geheimnisvollen Geräuschen der Nacht. Über die Felder und durch den Wald geht es, ein See lädt zu einem Spiel mit dem Mond ein. Am Himmel geben die Sterne ein prächtiges Schauspiel. Voller Erwartung beginnt die Familie den letzten Aufstieg. Am Ziel angelangt sind alle, auch der Leser, überwältigt von der Ruhe und Schönheit des anbrechenden neuen Tages. Mit poetischen Worten und in atmosphärischen Blautönen erschafft Marie Dorléans eine Sommernacht und nimmt den Leser mit auf diesen wunderschönen Nachtspaziergang. Zum Nachahmen empfohlen.


Gerstenberg, 40 S., gebunden, farbig illustriert, EUR 16.--

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Ein Fingerhut voll Mut


von Taltal Levi

Es gibt viel zu entdecken aus dieser neuen Perspektive eines Winzlings. Topfpflanzen werden zum Dschungel, die Stengel zu Kletterbäumen, Klopapierrollen zum Laufband, Streichholz und Flaschendeckel zum Schlagzeug, das Wasserglas zum Swimmingpool. Die Kinder können beim Betrachten der detailreichen Bilder den Winzling auf seiner fantastischen Entdeckungsreise begeliten und sehen Gegenstände plötzlich aus einer ganz anderen Perspektive.

Die Geschichte mündet in eine Freundschaftsgeschichte. Denn da ist plötzlich ein bedrohlicher Schatten über dem Winzling. Doch der Winzling überwindet sich und siehe da, der Schatten gehört einem verspielten Kater, und zu zweit machen die ganzen Abenteuer natürlich doppelt Spaß. Überraschungseffekt am Ende: wie geht die Geschichte wohl weiter, denn es taucht ein weiterer Schatten auf.

Ein eindrucksvolles Debüt einer Absolventin der H ochschule für Gestaltung in Luzern.

Nominiert für den Serafina Nachwuchspreis Illustration 2019

Nord Süd Verlag , 48 S., ab 4 Jahren, EUR 16.--

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Blödes Bild!


von Johanna Thydell und Emma AdBage

Ein auf den Punkt gebrachtes Buch über das Thema "kleine Schwester - großer Bruder". Für alle Kinder, die sich ständig an älteren Geschwistern messen. Aber auch als Buch für Tage und Situationen in denen einfach alles schief geht und einem (Kind?!) einfach nichts gelingen will. Mit einem sehr versöhnlichen Ende.
Tolle humorvolle Zeichnungen! Ich liebe den Schmollmund und die Gestik von Minze. Einfach lebensnah!

Verlagsbeschreibung:

Der große Bruder kann so toll malen! Minze würde es gerne genauso gut können, oder am besten noch viel besser. Das Problem ist, dass sie drei Jahre jünger ist als er. Das Problem ist, dass sie nicht einmal eine Idee hat, was sie malen könnte. Irgendwann fällt ihr was ein: Schnee! Eine tolle Idee, doch leider ist auch das ein Problem: Weiß auf Weiß, das klappt nicht. Überhaupt gar nicht. Blödes Bild! Blöder Bruder, der alles besser weiß. Und blöde Katze, die dann auch noch die Vase umwirft und das Bild durchnässt.

Blödes Bild ist nicht nur eine herzerwärmend erzählte und humorvoll illustrierte Geschichte über Lust und Frust des kreativen Schaffens, sondern auch das wunderbare Porträt einer kleinen Schwester, die gerne alles so gut können möchte wie ihr Bruder – und die sehr, sehr wütend wird, wenn nichts so gelingt, wie sie sich das vorstellt. Und eines älteren Bruders, der seine Schwester sehr lieb hat und ihr am Ende ein große Freude macht, indem er ihr zeigt, dass sie viel mehr kann, als sie glaubt.

Verlag Antje Kunstmann, 32 S.,  EUR 15.-

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Annie und die Bärenjäger


von Lotte Bräuning


oder: man soll das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist!

oder: wo drei sich streiten, freut sich ein Vierter bzw. eine Vierte!

oder wer zuletzt lacht...

Handlunng:

Der Wilde Westen:

Im Saloon sitzen drei selbsternannte Helden und diskutieren darüber,  wie man den Bären, auf dessen Fang eine Prämie ausgesetzt ist, am besten fängt.

Das Wichtigste wird zu Anfang diskutiert: was fängt man mit der Prämie an: einen Saloon eröffnen, ein Stück Land erwerben und Gold schürfen, oder dem Nichstun, und dem Trinken frönen? Dann erst folgt der Plan, wie man den Bären am Besten erlegt. Aber mit trockener Kehle lässt sich schlecht planen.

So folgt ein Vorschlag dem nächsten, eine Flasche der vorhergehenden. Zum Schluß steht der perfekte Plan. Es ist inzwischen ein neuer Tag angebrochen, und etliche Whiskeyflaschen sind nicht nur angebrochen, sondern leer. Doch wo ist das Mädchen, das die Drei im Saloon bedient hat, den Laden gefegt und dabei vielleicht zufällig über den Steckbrief gestolpert ist. ....
Lösung, die man sich denken kann im letzten Bild!

Eine fantastisch gezeichnete Geschichte, humorvoll, unkonventionell und einzigartig!

atlantis im Orell füssli Verlag, 32 S., EUR 14,95

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Fünf Nüsse für Eichhörnchen


von Henrike Wilson

Ein Herbstbuch, o.k. wieder mit einem Eichhörnchen, sind eben auch Sympathieträger und stehen für den Herbst.
Und dieses Buch ist anders. Es wird eine pfiffig illustrierte Geschichte erzählt, die sich von andern, "eher poetischen" Herbst-Eichhörnchen-Geschichten" abhebt.

Verlagstext:
Es ist Herbst! Zeit für das Eichhörnchen, Nüsse zu sammeln für den Winter. Fünf Nüsse hat es schon. Die will es gut verstecken und macht sich begeistert ans Werk. Allerdings merkt es im Gegensatz zum Leser nicht, dass es von anderen Tieren beobachtet wird. Als alles dick verschneit ist, will der muntere Kerl seine Nüsse holen ? und staunt nicht schlecht: Die ersten vier sind spurlos verschwunden. Zum Glück liegt aber die fünfte und schönste Nuss (die mit dem Hütchen!) gut aufgehoben im Superversteck!

Ein Buch über die Kunst, sich an dem zu freuen, was einem wichtig ist. Aber auch ein Buch über Gartentiere und den Wandel der Jahreszeiten, in dem es viel zu entdecken gibt, liebevoll in atmosphärischen Bildern erzählt.

Gerstenberg, 32 S., gebunden, farbig illustriert, EUR 14.--
zum Vergleich;:
- Zehn Blätter fliegen davon. Atlantis Verlag
- Das Eichhörnchenjahr. Atlantis Verlag
- Die kleine Birke. Hanser Verlag
- Die blaue Bank. abac Verlag
- Das vergessliche Eichhörnchen. minedition
und natürlich von Hans Meschemoser "Herr Eichhorn"

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Der Tierigent


von Cornelia Boese. Manuela Olten (Illustr.)

In Reimen erzählt und mit Bildern von Mauela Olten toll in Szene gesetzt.

Alle Tiere spielen ein Instrument, nur der Spatz kann mit seinen Flügeln und seinem Schnabel weder ein Instrument spielen, noch schön singen. Bleibt ihm nur, den Solisten zuzuhören, wie sie versuchen gemeinsam ins spiel zu finden. Doch das ist gar nicht so einfach. Denn was allein so toll klang wird unkoordiniert im Zusammenspiel chaotisch.
Und wie bringt man Solisten zu einem Orchester zusammen? Da hat der Spatz eine Idee - und wird zum Tierigent. Denn ohne jemanden der Tepus vorgibt und die Einsätze koordiniert funktioniert ein orchester nicht. Und so wird aus dem unkoordinierten Fideln ein wunderschönes Konzert.

Gerstenberg, 32 S., ab 4 Jahren, EUR 14.--

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Bin doch kein Angsthase


von BARROUX


Wie geht man mit kleinen und großen Ängsten am besten um?

Verlagstext:

Rein gar nichts kann dem kleinen Helden dieser Geschichte Angst einjagen. Egal, ob er sich im Supermarkt verirrt, ob er Auge in Auge einem Löwen gegenüber steht oder ob er ganz allein in seinem Bett liegt. Warum nur ist er so mutig? Die Erklärung ist einfach, er hat immer sein kleines Stoffhäschen bei sich. Aber was, wenn das geliebte Kuscheltier eines Tages mal nicht mehr da sein sollte?

Ein gefühlvolles Bilderbuch zum Vorlesen ab 4 Jahren.

Schaltzeit Verlag, Hardcover 28 S., EUR 16.-

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Schoko-Streuselgross. Ein Baby in Mamas Bauch


von Bette Westera. Julia Dürr (Illustr.)

Meine neue Empfehlung Nr. 1 für Kinder ab 5/6 Jahren, die ein Geschwisterkind bekommen. Behandelt alle möglichen Familienkonstellationen, schon allein deswegen ein großer Gewinn. In schonungsloser Offenheit und trotzdem mit viel Humor gehen die Betrachter zusammenn mit Maxi den für Kinder wichtigen Fragen nach.

Inhalt:
Maxis Mama hat ein Baby im Bauch. Anfangs war es nur schokostreuselgroß, aber nun wächst und wächst es. Wenn alles gut geht, bekommt Maxi im Sommer ein Geschwisterchen. Sie hofft, dass es ein Bruder wird. "Wächst ihm auch ein Penis?", fragt Maxi. Aber das kann man noch nicht sehen. Wie kommen die Babys da eigentlich hinein? Warum bekommt die dicke Frau mehrere Babys? Und wieso hat Thomas zwei Mütter? Maxis Eltern beantworten alle Fragen, nur eines verraten sie nicht: wie das Geschwisterchen heißen wird ?
Die warmherzige und mit humorvollen Bildern liebevoll ausgestattete Familiengeschichte vermittelt bereits kleinen Kindern altersgemäße Informationen über Empfängnis, Schwangerschaft und Geburt und trifft dabei genau den richtigen Ton.

Gerstenberg, 96 S., ab 5 Jahren, EUR 18.--

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Alle haben einen Po


von  Anna Fiske. übersetzt aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger

Große, kleine, alte und junge Körper - über Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Ein Sachbuch, das Groß und Klein zum Lachen bringt
Ja, der berühmte skandinavische Humor im Kinderbuch. Ich liebe ja schon die Bilderbücher von Eva Eriksson wie "Die besten Beerdigungen der Welt" oder von Ulf Stark, und natürlich von Pernilla Stalfelt, der Schwedin, die ganz ähnliche Themen bearbeitet hat. z.B. "So bin ich, so bist du", oder "So ein Kack! Das Kinderbuch von eben dem.
Das Buch kann als Ergänzung von Peter Spier "Menschen" gesehen werden. Schon sehr in die Jahre gekommen, trotzdem noch ein Longseller.Im Gegensatz zu Peter Spiers Werk wird auch über Sozialverhalten gesprochen, und dafür weniger über Unterschiede zwischen Kulturen.

Verlagstext:

Wir alle haben einen Po. Wir alle haben einen Körper, aber alle Körper sind verschieden. Es gibt große, kleine, alte und junge. Es gibt verschiedene Haut- und Haarfarben. Wir müssen uns gut um unseren Körper kümmern, ihn gesund ernähren, waschen und vor Sonne und Kälte schützen. Alle Körper machen lustige Geräusche: Wir niesen, pupsen und schnarchen. Und unser Körper kann zeigen, wie wir uns fühlen – ob wir erschöpft, froh oder traurig sind. Unser Körper ist einfach toll: Wir können tanzen und uns gegenseitig umarmen. Aber du allein bestimmst, wer dich anfassen darf. Ein ungemein vergnügliches Sachbuch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede, das ein Bewusstsein für den eigenen Körper und den Umgang miteinander schafft.

Hanser Verlag, 80 S., EUR 14.--

   
   
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