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Serotonin

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Serotonin


von Michel Houellebecq

Lesenswert, aber wie immer mit den üblichen Kritikpunkten am Autor bzw. seiner männlichen Protagonisten seitens weiblichen Leserinnen, jenseits der 35. Pluspunkt: Der Fokus des Autors und seines Protagonisten verschiebt sich ziemlich schnell hin zu anderen Themen.

Handlung (Verlagstext):

Als der 46-jährige Protagonist von SEROTONIN, dem neuen Roman des Goncourt-Preisträgers Michel Houellebecq, Bilanz zieht, beschließt er, sich aus seinem Leben zu verabschieden – eine Entscheidung, an der auch das revolutionäre neue Antidepressivum Captorix nichts zu ändern vermag, das ihn in erster Linie seine Libido kostet. Alles löst er auf: Beziehung, Arbeitsverhältnis, Wohnung. Wann hat diese Gegenwart begonnen? In der Erinnerung an die Frauen seines Lebens und im Zusammentreffen mit einem alten Studienfreund, der als Landwirt in einem globalisierten Frankreich ums Überleben kämpft, erkennt er, wann und wo er sich selbst und andere verraten hat.

Interessant vor allem die Auseinandersetzung mit den politischen Themen. EU und Agrarsubventionen, Niedergang der Bauern in der Normandie bis hin zum drohenden Untergang eines klassischen Wirtschaftszweigs in unserer Zeit der Weltmärkte und der gesichtslosen EU-Bürokratie.

DuMont, 336 S., gebunden EUR 24.--

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